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22.03.2021 / 09:45

Welchen inneren Gesetzmäßigkeiten folgt gelingende Gemeinschaft?

Gerriet Schwenn zu seinem von der AGiD geförderten Forschungsprojekt über Gemeinschaftsbildung

mit Sebastian Knust

Sebastian Knust

Gerriet Schwen

Sebastian Knust: Warum hast Du Dein Thema gewählt, was interessiert Dich daran?

Gerriet Schwenn: Seit meiner Jugend interessiert mich die Frage, wie uns unter Einbeziehung unserer Individualität gemeinschaftliches Leben und Arbeiten gelingt. Angesichts unserer sozialen und ökologischen Krisen scheint mir Gemeinschaftsfähigkeit eine wesentliche Zukunftsfähigkeit zu sein. Da sich viele gemeinschaftliche Initiativen wieder auflösen, möchte ich zu einem besseren Verständnis dafür beitragen, wie „Zusammen-Wirken“ gelingt.

 

SK: In welchem Zusammenhang steht Dein Thema mit Anthroposophie?

GS: Rudolf Steiner sprach immer wieder vom „Sozialen Organismus“ und gab mehrere Impulse, intentionale Gemeinschaften zu bilden: im heilpädagogischen und im landwirtschaftlichen Bereich, in Kindergärten, Schulen und Kliniken sowie Unternehmen. Steiner ist ein Vordenker der Gemeinschaftsbewegung, doch in Bezug auf die innere Entwicklung von Gruppen sind leider nur wenige Erläuterungen zu finden. In meiner Forschung möchte ich auf Grundlage menschenkundlicher Gesetzmäßigkeiten Erkenntnisse generieren, die Gemeinschaften unterstützen.

 

SK: Hast Du durch die Beschäftigung mit Deinem Thema schon interessante Ideen oder Perspektiven gefunden? Möchtest Du eine oder mehrere mit uns teilen?

GS: Ja. Zunächst ist mir nochmal aufgefallen, wie absurd häufig Gemeinschaft als Gegenbewegung zur Individualisierung betrachtet wird. In unserer Gründungsinitiative für eine Wohngemeinschaft mit Seminarzentrum zum Thema individuelle und gesellschaftliche Transformation, konnte ich nochmal sehr deutlich erleben, dass horizontale Gemeinschaft auf reifen Individuen und der individuellen Ausbildung von Qualitäten wie Interesse und Verständnis beruht. Dass hat mich darin bestärkt, an autobiographischen Erzählungen zu forschen, um zu lebenspraktischen Erkenntnissen beizutragen. Als ich im Herbst 2020 einen Workshop geleitet habe, wurde mir nochmals deutlich, wie viel mehr eine Gruppe wahrnimmt als eine Person. In diesem Sinne verstehe ich Individualität als Ressource und frage mich, wie ich die verschiedenen Perspektiven in Gruppen so in meine Forschung einbeziehen kann, dass es gelingt, mehr zu erkennen, als mir allein aufgefallen wäre. In dieser Richtung möchte ich Gemeinschaft nicht nur zum Gegenstand der Forschung, sondern auch zur Forschungsmethode machen, indem Menschen von Erfahrungen aus Gemeinschaft erzählen und eine ganze Gruppe zusammenfasst, welche Erkenntnisse alle geteilt wurden. Ich hoffe, dass es trotz der massiven Auswirkungen von Corona auf Gemeinschaften im Frühling wieder möglich sein wird, sich in Gruppen zu treffen und auszutauschen.

 

Gerriet Schwen (25) studierte an der Alanus Hochschule zunächst Architektur, daraufhin Philosophie, Kunst und Gesellschaft sowie den Zertifikatskurs Anthroposophie. Parallel zum Studium absolvierte er die Grundausbildung in Themenzentrierter Interaktion. 2019 initiierte Gerriet das ästhetische Forschungsprojekt „Gemeinschaft erfahren“, um im Dialog zu untersuchen, welche innere Haltung Gemeinschaft möglich macht. Neben seiner Forschung arbeitet Gerriet ehrenamtlich bei der Zeitschrift Evolve und als Vorstand des Vereines Ideen³. Er lebte in verschiedenen Gemeinschaften und bereitet zur Zeit die Gründung eines Wohnprojektes mit Seminarbetrieb zu politischer Erwachsenenbildung vor, Thema „Wandel von innen nach außen“.

 

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