Suche Mitgliedschaft Spenden

Volltextsuche

 
  • AGiD.Aktuell
    • Alle Beiträge
    • Aus den Zeitschriften
    • Forschungsförderung
    • Junge Anthroposophie
  • Anthroposophie
    • Was ist Anthroposophie?
    • Bewegung
    • Goetheanum
    • Rudolf Steiner
    • Anthroposophie im Gespräch
    • Zeitschriften & Medien
    • Veranstaltungen
  • Gesellschaft
    • Mitglied werden
    • Junge Anthroposophie
    • Fördermitgliedschaft
    • Aufgaben und Ziele
    • Fähigkeitsbildung
    • Forschungsförderung
    • Zusammenarbeit
    • Menschen und Organisation
    • Finanzen und Spenden
  • Kontakt
    • Geschäftsstelle
    • Stellenangebote
    • Arbeitszentren
    • Zweige
    • Netzwerk
< nächster Eintrag
vorheriger Eintrag >

Die anthroposophische Medizin braucht Sie

Seit vielen Jahren erlebe ich in meiner Arbeit als klinisch tätiger anthroposophischer Arzt die segensreiche integrative Verbindung der heute anerkannten Medizin mit den oft kritisch gesehenen, belächelten oder gar bekämpften Verfahren der Homöopathie und anthroposophischen Medizin – gerade in der klinischen Akutmedizin, selbstverständlich auch in Kliniken, die nicht von einer anthroposophisch orientierten Trägerschaft geführt werden, und auch dann, wenn Patientinnen und Patienten sich nicht aus ihrer Geisteshaltung heraus bewusst dafür entscheiden, sondern wenn ihnen diese Medizin bei einer Krankheit wie zufällig erstmalig begegnet. Ich betone dies, weil die Anwendung von anthroposophischer Medizin für Patientinnen und Patienten ebenso wenig eine weltanschauliche Dimension hat wie der Besuch einer Waldorfschule für deren Schülerinnen und Schüler. Homöopathie und anthroposophische Medizin sollen eine Option für alle sein und für alle finanziell möglich bleiben: für Menschen, die sie gezielt aufsuchen, ebenso wie für diejenigen, die ihr in einer Erkrankung zum ersten Mal begegnen und ihre Angebote nutzen möchten.

von Martin-Günther Sterner | 26.05.2026
Bild: Carsten Strübbe


Genau diese Option ist nun in Gefahr. Die Bundesregierung plant, homöopathische und anthroposophisch-medizinische Leistungen aus der Erstattung der gesetzlichen Krankenkassen zu streichen. Weder als anthroposophischer Arzt noch als möglicher Patient – und schon gar nicht als Bürger dieses Landes – will ich das einfach hinnehmen. Und ich bitte Sie, es ebenfalls nicht hinzunehmen.

Dabei ist das Einsparpotenzial dieser Streichungen einerseits so gering, dass es gesundheitspolitisch kaum ins Gewicht fällt. Zugleich droht jedoch, dass Kosten in teurere Behandlungen verlagert werden: mehr Medikamente, mehr technische Eingriffe, mehr Krankenhausaufenthalte. Vor allem aber riskieren wir, dass gerade jene Behandlungen zurückgedrängt werden, die vielen Menschen helfen, mit ihrer Krankheit besser zu leben und ihre eigenen Kräfte zu mobilisieren.

Es geht dabei nicht nur um eine bestimmte Therapieform, sondern auch um eine grundsätzliche Frage: Wollen wir ein Gesundheitssystem, in dem Vielfalt, Wahlfreiheit und Menschlichkeit ihren Platz haben, oder eines, in dem nur noch das gilt, was in ein gewünschtes Raster passt?

Als Arzt kann ich fachlich argumentieren, Stellungnahmen verfassen und an Anhörungen teilnehmen. Das tue ich – gerade auch in meinen Funktionen als Vorstand der Gesellschaft Anthroposophischer Ärztinnen und Ärzte in Deutschland und der Hufelandgesellschaft, des ärztlichen Dachverbands für Integrative Medizin.

Aber ich weiß: Ohne Ihre Stimme, ohne Ihre ganz persönliche Initiative wird das nicht ausreichen. Politik reagiert letztlich erst, wenn sie spürt, dass ein Thema viele Menschen wirklich bewegt.

Darum bitte ich Sie ganz konkret:

  • Unterstützen Sie Aktionen wie die Petition von „weil’s hilft!“: www.weils-hilft.de/jetzt.
  • Unterstützen Sie die „Mittwochsmärsche der Weißkittel“, bei denen Ärzt:innen, Therapeut:innen, Pflegende und Patient:innen gemeinsam sichtbar werden:

     

    27.05.2026 Köln, 12.05 Uhr, vom Dom-Vorplatz über die Rheinbrücke

    03.06.2026 Kassel, 12.05 Uhr, vom Bahnhof Wilhelmshöhe bis zum Merkur-Tempel im Schlosspark

    10.06.2026 Berlin, 12.05 Uhr in der Nähe des Bundestags

     

  • Informieren Sie sich über die geplanten Änderungen und ihre Folgen.
  • Sprechen Sie mit der Familie, dem Freundeskreis und z. B. Ihren Kolleginnen und Kollegen darüber, warum Ihnen integrative Medizin wichtig ist.
  • Schreiben Sie Ihren Abgeordneten im Bundestag oder suchen Sie das persönliche Gespräch, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Erzählen Sie Ihre Geschichte: Warum nutzen Sie anthroposophische Medizin oder Homöopathie? Was würde es für Sie bedeuten, wenn diese Leistungen nicht mehr von der Kasse übernommen würden? Hinweise dazu finden Sie ebenfalls unter www.weils-hilft.de.

Die beiden kommenden Monate sind entscheidend dafür, ob integrative Medizin auch künftig im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung möglich bleibt oder zu einem Privileg für wenige wird. 

Die anthroposophische Medizin braucht unser aller, braucht Ihre Unterstützung – jetzt.



Martin-Günther Sterner, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie, Vorstand Gesellschaft Anthroposophischer Ärztinnen und Ärzte, Vorstand Hufelandgesellschaft – ärztlicher Dachverband für Integrative Medizin

< nächster Eintrag
vorheriger Eintrag >

Aktuelle Beiträge

10.07.26 | O. Girard | J. Heisterkamp

50 Jahre info3 – Im Gespräch über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Seit 50 Jahren begleitet die Zeitschrift info3 die Entwicklung der Anthroposophie und ihrer Praxisfelder…

10.07.26 | Matthias Niedermann

Heißer Tag und Lange Nacht

Als sich am Samstagnachmittag die Tore des Campus Uhlandshöhe öffnen, zeigt das Thermometer hochsommerliche Temperaturen. Die Hitze flimmert über…

10.07.26 | T. Tritschel |G. Stocker

Rudolf Steiners „West-Ost-Aphorismen“ aus dem Jahre 1922 und ihre heutige Aktualität – ein Anliegen von Tom Tritschel und Gerhard Stocker

Die „Gegensätzlichkeiten zwischen…

10.07.26 | J. Lang | B. Werner | Ann-C. Momsen | M. Ries

PARZIVAL – Die heilsame Kraft der Beziehungen vom 23. bis 25. April 2027 in Witten *Vorschau-Save the Date*

Das Parzival-Epos von Wolfram von Eschenbach ist ein Meisterwerk…

10.07.26 | Ueli Hurter

Mit der Intelligenz des Lebens arbeiten

Jedes Mal, wenn wir online gehen, ist die künstliche Intelligenz (KI) dabei. Ob wir wollen oder nicht, KI wird gerade Teil unseres…

22.06.26 | M. Kahl | A. Schmitt

Die sechs Seelenübungen zur Erkraftung des Herzens – eine weltweite Initiative

Seit sieben Jahren entwickelt Andreas Schmitt gemeinsam mit einem wachsenden internationalen…

22.06.26 | Monika Elbert

Sommertage Anthroposophie in Bochum Für alle, die nicht dabei waren: Sie haben etwas verpasst!

Der Impuls dieser Tage an Deutschlands größter Waldorfschule war es, erlebbar zu…

22.06.26 | Redaktion

Werde Teil der Anthroposophischen Gesellschaft

Liebe Freunde der Anthroposophie, wir haben uns vonseiten des Arbeitskollegiums für dieses Jahr vorgenommen, an dem Wachstum…

Weitere News

Zur Uhlandshöhe 10  /  70188 Stuttgart
Telefon  +49 (0)711 / 164 31 -21
E-Mail  infonoSpam@agid.de

 

Newsletter
Youtube
Linked-In

Kontakt
Spenden
Mitglied werden

© ANTHROPOSOPHISCHE GESELLSCHAFT IN DEUTSCHLAND

ImpressumDatenschutz