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10 Tage Weihnachtstagung in Hannover

In Hannover erstreckte sich die „Weihnachtstagung“ anlässlich des 100. Jubiläums der Neugründung der Anthroposophischen Gesellschaft (AG) über 10 Tage. Im Durchschnitt nahmen 30 Menschen teil, Mitglieder und Nichtmitglieder, ältere und jüngere, die meisten begeistert von den Impulsen der Anthroposophie, auf der Suche nach einer Erneuerung, nach einem menschlich verbindlichen Zusammenhang.

von Heike Oberschelp | 18.01.2024
Eurythmieaufführung bei der Weihnachtstagung in Hannover

Im Zentrum der Betrachtung stand die „Grundsteinmeditation“, ein Spruch, der schon während der Gründungsfeier vor 100 Jahren im Zentrum stand. Sie wurde von den in der Region tätigen Eurythmist:innen aus Kindergärten, Schulen, Altenheimen etc. nach zweijährigen Proben am ersten und letzten Tag der Tagung aufgeführt.

In den Tagen dazwischen gab es kurze Betrachtungen zu einzelnen Aspekten des Grundsteins und seinem Zusammenhang mit den Impulsen der Weihnachtstagung. Jeder Abend begann mit gemeinsamer Eurythmie. Dann schloss sich ein Impulsreferat an, aus dem sich jeweils ein reges und facettenreiches Gespräch ergab. Ein Ziel war es, allen Mitgliedern eine selbst durchdachte Darstellung zur Grundsteinmeditation zu ermöglichen.

So entstand ein reichhaltiges Bild an Gedanken und Empfindungen. Überraschend war, dass jeder Redner die Zeit einhielt – ansonsten keine Selbstverständlichkeit in Hannover –, und eine weitere interessante Erfahrung war, dass das einstündige Gespräch jeweils eine Steigerung erfuhr und sich deutlich unterschied von den Gesprächen, die wir sonst so in Hannover im Anschluss an Vorträge hatten. Ein Gespräch benötigt offensichtlich mehr Zeit und den starken Willen, alle Anwesenden im Bewusstsein zu haben.

Diese Gespräche, die über acht Tage stattfanden, führten dazu, dass die Teilnehmenden immer wieder auch Gäste mitbrachten, die von den Gesprächen gehört hatten. Belebt wurden diese durch einen Sprechchor, der sich täglich neu bildete und dazu führte, dass die Grundsteinmeditation jeden Tag gesprochen wurde. Es gab einige Gedanken, die in den täglichen Gesprächen immer wieder aufleuchteten:

  • Die AG möchte die Seele jedes einzelnen Menschen verbinden mit den Urquellen alles Menschlichen in der Geistigen Welt und ihn zur Erkenntnis führen: Das bin ich als gottgewollter Mensch. (Rudolf Steiner)
  • Sich selbst als ein selbstwirksames Wesen zu erkennen, auf das es ankommt. Diese Forderung Steiners steht in krassem Widerspruch zu dem Erleben vieler junger Menschen: „Die Welt wartet nicht auf mich, für mich ist kein Platz in dieser Welt, was soll ich hier?“ (Originalton einiger Schüler:innen in einer anthroposophischen Beratungsstelle)

Wie passt das zusammen? Was muss noch getan werden, damit junge Menschen sich als bedeutenden Teil dieser Welt erleben?

  • Die AG ist keine „Statutengesellschaft“, sondern eine „Gesinnungsgesellschaft“. Was heißt das konkret? Wie viel menschlich Verbindliches haben wir in unseren Zweigen und Arbeitszusammenhängen?
  • Wie kommt man aus heutiger Sicht vom Gedanken über das Gehirn zum Geist, zum schöpferischen Potenzial? Wer schuf das Gehirn und wann sind die Weltgedanken gedacht worden? Wo steht die objektive wissenschaftliche Forschung in diesem Bereich?
  • Wie kommen der christlich inspirierte „Königsweg“ und der „Hirtenweg“ zusammen? Was ist heute aus den beiden Wegen geworden? Können wir sie erkennen? Sind sich die Menschen in den Zweig- und Arbeitszusammenhängen dieser Menschentypen und deren Unterschiedlichkeit bewusst? Werden sie bewusst erlebt und gegenseitig gewollt? Welche Synergieeffekte könnten freigesetzt werden, um die Weltprobleme gemeinsam anzugehen, um Bilder zu entwickeln von einer zukünftigen Welt?

Ausgehend von Rudolf Steiners Worten „Wenn wir dieses rein menschliche Problem lösen, dass die Herzen zusammenklingen können, ohne dass die Köpfe aneinanderstoßen, dann werden wir von der menschlichen Seite alles das getan haben, was notwendig ist, um uns vorzubereiten“ (GA 260, 26.12.1923) wurden im Rückblick einige Aspekte zusammengetragen:

  • Das Wagnis, etwas Unvollkommenes anzugehen (der Grundstein ist nur ein Detail eines sehr großen Zusammenhangs innerhalb der Weihnachtstagung)
  • Das deutlich wahrnehmbare Bemühen, im Gespräch den anderen wahrzunehmen.
  • Die Bitte einiger Teilnehmenden, mehr solche Zusammenhänge zu schaffen
  • Der Außenwelt mehr Anthroposophie anbieten
  • Den Tag der offenen Tür wiederholen
  • Eine Aufgabe in der Pädagogik als Aufgabe der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft: Umgang und Unterricht mit geistig „hellsichtigen“ Schüler:innen. Leider gibt es noch keine Kurse oder Arbeitsgruppen dazu. Kann man als nicht hellsichtiger Mensch Kinder, die diese Fähigkeit haben, unterrichten, und zwar so, dass sie Fuß fassen in der materiellen Welt, ohne Schaden zu erleiden? Können dafür Strategien entwickelt werden? Sollen wir eine Arbeitsgruppe dazu einrichten?

Die Tagung hat einen belebenden Eindruck hinterlassen. Es bleibt das Gefühl, an einem unvergesslichen Weltenmoment teilgenommen zu haben.

 

Heike Oberschelp, Hannover

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