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Anthroposophie in einem laizistischen Staat?

Besuch bei den Freunden der Anthroposophischen Gesellschaft in Frankreich

von Gerhard Stocker | 05/14/2023
Blick vom Odilienberg | Foto: G.Stocker

Die „Société Anthroposophique en France“ tagte vom 21. bis zum 23. April am elsässischen Mont Sainte-Odile. 120 Mitglieder versammelten sich an diesem über Landesgrenzen hinweg bekannten und bedeutsamen Ort zur Jahres- und Generalversammlung. Wenn man bedenkt, dass die Mitgliedschaft der französischen anthroposophischen Gesellschaft 1.200 Menschen umfasst, ist das ein beachtliche Quote.

Im September 2022 hielt das Arbeitskollegium der AGiD seine Klausur in Anduze bei Alèz in Südfrankreich ab und traf sich dort mit dem französischen Landesvorstand zu Gespräch und Austausch. Dieser Kontakt sollte weiter gepflegt werden und so nahm ich gerne die Einladung zu dem diesjährigen Treffen am Odilienberg an.

Unter anderem standen folgende Themen und Fragen auf dem Programm: Wie kann die Freie Hochschule für Geisteswissenschaft mit ihren Sektionen sichtbarer werden als bisher? Wie lassen sich lebendige Beziehungen zwischen der Gesellschaft und der anthroposophischen Bewegung fördern? Dazu wurden verschiedene Arbeitsformate angeboten, freie Initiativen, Ateliers: Arbeitsgruppen, ein „Runder Tisch“ zu Anthroposophie in der zeitgenössischen Kultur und Angebote zur „Ersten Klasse“ der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft. Claude Boudot hielt einen Vortrag zur Geographie und Historie des Odilienbergs, Uwe Werner zur Gründung der ersten Landesgesellschaft, der Anthroposophischen Gesellschaft in Frankreich, und Constanza Kaliks zu Grundlagen und Entwicklungsperspektiven einer Wissenschaft der Zukunft.

In einem laizistischen Staat wie dem französischen, der allenfalls eine Koexistenz mit der römisch-katholischen Kirche gewährt, aber jegliche Form spiritueller Betätigung ablehnt, steht die französische Landesgesellschaft vor besonders großen Herausforderungen. So hat auf den öffentlichen Druck in Medien und Gesellschaft hin die Bank NEF angekündigt, anthroposophisch orientierten Einrichtungen keine Kredite mehr zu gewähren. Damit zeichnen sich erhebliche Probleme in Finanzierungsfragen ab. Auch anthroposophisch orientierte Ärzte werden in der öffentlichen Meinung diskreditiert. Obendrein sehen sie einem Notstand in der Versorgung mit Medikamenten entgegen, da Weleda in Frankreich die Produktion wegen des stark eingebrochenen Absatzes eingestellt hat.

Trotz alledem scheinen sich die Teilnehmer an dieser Jahresversammlung nicht entmutigen zu lassen, sondern bleiben optimistisch und mutig ihrem Weg und ihrem gemeinsamen Ziel treu.

Neben den üblichen Regularien wurde über Veränderungen im Comité abgestimmt. Die bisherigen Vorstände Praxède Dahan, René Becker und Henri Mendaille scheiden aus, wobei René Becker Generalsekretär bleibt. Alain Tessier bleibt weiterhin für den Vorstand tätig, und neu kommen hinzu Gabrièlle Holder, Isabelle Dupin und Louis Defèche.

Gerhard Stocker | AGiD, Vorstandsmitglied

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