Suche Mitgliedschaft Spenden

Volltextsuche

 
  • AGiD.Aktuell
    • Alle Beiträge
    • Aus den Zeitschriften
    • Forschungsförderung
    • Junge Anthroposophie
  • Anthroposophie
    • Was ist Anthroposophie?
    • Bewegung
    • Goetheanum
    • Rudolf Steiner
    • Anthroposophie im Gespräch
    • Zeitschriften & Medien
    • Veranstaltungen
  • Gesellschaft
    • Mitglied werden
    • Junge Anthroposophie
    • Fördermitgliedschaft
    • Aufgaben und Ziele
    • Fähigkeitsbildung
    • Forschungsförderung
    • Zusammenarbeit
    • Menschen und Organisation
    • Finanzen und Spenden
  • Kontakt
    • Geschäftsstelle
    • Stellenangebote
    • Arbeitszentren
    • Zweige
    • Netzwerk
< nächster Eintrag
vorheriger Eintrag >

100 Jahre Leier-Impuls - Kulturschöpfung aus anthroposophischer Quelle

Lothar Gärtner, Kunstschreiner und Plastiker, und Edmund Pracht, Pianist und Komponist, begegneten sich 1923 in Dornach. Sie waren Mitglieder der nach dem Brand des Ersten Goetheanums zusammengerufenen sogenannten Wächtergruppe und stellten sich ganz in den Dienst der anthroposophischen Arbeit. Auf der Suche nach einem angemessenen Klang für die Eurythmie mit seelenpflegebedürftigen Kindern am „Sonnenhof“ in Arlesheim fanden sie gemeinsam zur Ur-Form eines neuen Saiteninstruments, dem sie den antiken Namen „Leier“ gaben. Doch weder die asymmetrische Form noch die chromatische Besaitung lehnen sich an das Altertum an – sie setzen vielmehr die moderne Entwicklung vor allem des Klavierbaus voraus, und der so gewonnene, zart-intensiv eindringende und zugleich sphärische Klang kann als echte „Neu-Erscheinung“ in der musikalischen Phänomenwelt gehört werden.

von Christian Giersch | 27.04.2026
Fotos: © Goetheanum; „Lothar Gärtner-Leier“; Leier-Gruppe USA, zvg

Dank des Einsatzes von Ita Wegman für das neue Instrument wurde die Leier sofort in den anthroposophischen heilpädagogischen Instituten beheimatet und wirkte dort über Jahrzehnte segensreich und zugleich weitgehend abgeschirmt von den musikalischen Entwicklungsströmen des 20. Jahrhunderts. Sie war dadurch umgeben von einer Aura selbstloser Menschlichkeit, großer Spiritualität, aber auch des musikalischen Laientums.

Etwa seit der Jahrtausendwende begann sich dieses Bild zu wandeln. Der Klang der Leier findet Freunde in zahlreichen Kulturkreisen – Nord- und Südamerika, ganz Europa, Japan, China und Korea – und ist nicht mehr ausschließlich in anthroposophisch orientierten Zusammenhängen zu finden. Es gibt profilierte Komponisten (z. B. Siegfried Thiele, György Kurtág), die für das Instrument geschrieben haben, und geniale Instrumentalisten (wie John Billing, Martin Tobiassen), die eine rein künstlerische Entwicklung der Leiermusik vorantreiben. Auch im Leierbau hat sich eine große Vielfalt an Metamorphosen der Ausgangsform entwickelt.

Die Festtage „100 Jahre Leier-Impuls“ am Goetheanum wollen einerseits den gegenwärtigen Reichtum an globalen Bestrebungen rund um die Leier fokussieren, indem Menschen aus aller Welt zu gegenseitiger Präsentation und Wahrnehmung eingeladen werden. Andererseits sollen gemeinsame Klang- und Stille-Erfahrungen aller Teilnehmenden die gefühlte Rückbindung an den Ausgangspunkt des Leier-Impulses ermöglichen: das Goetheanum als der Ort, an dem der neue Klang geboren wurde – als Ort der Suche nach der spirituellen Dimension des Menschlich-Kosmisch-Musikalischen. 

 

Für den Vorbereitungskreis 

Christian Giersch 

 

29. Juli – 2. August 2026 | 100 Jahre Leier-Impuls - 
Internationale Festtage am Goetheanum 
Sektion für Redende und Musizierende Künste
Infos und Anmeldung >> srmk.goetheanum.org/konferenzen/leier

 

< nächster Eintrag
vorheriger Eintrag >

Aktuelle Beiträge

10.07.26 | O. Girard | J. Heisterkamp

50 Jahre info3 – Im Gespräch über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Seit 50 Jahren begleitet die Zeitschrift info3 die Entwicklung der Anthroposophie und ihrer Praxisfelder…

10.07.26 | Matthias Niedermann

Heißer Tag und Lange Nacht

Als sich am Samstagnachmittag die Tore des Campus Uhlandshöhe öffnen, zeigt das Thermometer hochsommerliche Temperaturen. Die Hitze flimmert über…

10.07.26 | T. Tritschel |G. Stocker

Rudolf Steiners „West-Ost-Aphorismen“ aus dem Jahre 1922 und ihre heutige Aktualität – ein Anliegen von Tom Tritschel und Gerhard Stocker

Die „Gegensätzlichkeiten zwischen…

10.07.26 | J. Lang | B. Werner | Ann-C. Momsen | M. Ries

PARZIVAL – Die heilsame Kraft der Beziehungen vom 23. bis 25. April 2027 in Witten *Vorschau-Save the Date*

Das Parzival-Epos von Wolfram von Eschenbach ist ein Meisterwerk…

10.07.26 | Ueli Hurter

Mit der Intelligenz des Lebens arbeiten

Jedes Mal, wenn wir online gehen, ist die künstliche Intelligenz (KI) dabei. Ob wir wollen oder nicht, KI wird gerade Teil unseres…

22.06.26 | M. Kahl | A. Schmitt

Die sechs Seelenübungen zur Erkraftung des Herzens – eine weltweite Initiative

Seit sieben Jahren entwickelt Andreas Schmitt gemeinsam mit einem wachsenden internationalen…

22.06.26 | Monika Elbert

Sommertage Anthroposophie in Bochum Für alle, die nicht dabei waren: Sie haben etwas verpasst!

Der Impuls dieser Tage an Deutschlands größter Waldorfschule war es, erlebbar zu…

22.06.26 | Redaktion

Werde Teil der Anthroposophischen Gesellschaft

Liebe Freunde der Anthroposophie, wir haben uns vonseiten des Arbeitskollegiums für dieses Jahr vorgenommen, an dem Wachstum…

Weitere News

Zur Uhlandshöhe 10  /  70188 Stuttgart
Telefon  +49 (0)711 / 164 31 -21
E-Mail  infonoSpam@agid.de

 

Newsletter
Youtube
Linked-In

Kontakt
Spenden
Mitglied werden

© ANTHROPOSOPHISCHE GESELLSCHAFT IN DEUTSCHLAND

ImpressumDatenschutz