Suche Mitgliedschaft Spenden

Volltextsuche

 
  • AGiD.Aktuell
    • Alle Beiträge
    • Aus den Zeitschriften
    • Forschungsförderung
    • Junge Anthroposophie
  • Anthroposophie
    • Was ist Anthroposophie?
    • Bewegung
    • Goetheanum
    • Rudolf Steiner
    • Anthroposophie im Gespräch
    • Zeitschriften & Medien
    • Veranstaltungen
  • Gesellschaft
    • Mitglied werden
    • Junge Anthroposophie
    • Fördermitgliedschaft
    • Aufgaben und Ziele
    • Fähigkeitsbildung
    • Forschungsförderung
    • Zusammenarbeit
    • Menschen und Organisation
    • Finanzen und Spenden
  • Kontakt
    • Geschäftsstelle
    • Stellenangebote
    • Arbeitszentren
    • Zweige
    • Netzwerk
< nächster Eintrag
vorheriger Eintrag >

Anthroposophie in der Kritik

Ein Merkmal, das allenthalben die Corona-Zeit prägt, sind die Klüfte, Gräben und Spaltungen, die sich durch die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen ziehen. Das Vokabular ist schon in der Titulierung hart und unbeugsam. Es ist von (Corona-)Leugnern, (Maßnahmen-)Gegnern und (Impf-)Verweigerern die Rede. Der an sich friedlich-unbelastete Begriff vom »Spaziergänger« und auch die bis dato eher positiv konnotierte Bezeichnung »Querdenken« sind zu Euphemismen einer Protestbewegung mutiert. Der Artikel erschien in der Zeitschrift Erziehungskunst, Ausgabe April 2022.

von Jost Schieren | 15.09.2022

Differenzierungen sind unerwünscht, die Schablonen des Pro und Contra, ein reduktionistisch verfälschendes Schwarz-Weiß-Denken bestimmen die öffentliche Debatte. Je weiter die Belastungen der Pandemie voranschreiten, desto härter und unversöhnlicher sind die Diskurse geworden. Mittendrin, gewissenmaßen als identifizierte Inspirationsquelle und spiritus rector der Kritik an den Corona-Maßnahmen, wird die Anthroposophie apostrophiert und mit ihr als Hort des Widerstandsgeistes die Lebensfelder der biologisch-dynamischen Landwirtschaft, der anthroposophischen Medizin und der Waldorfpädagogik. Die in Basel erschienene Nachtwey-Studie, die nach eigener Aussage keinen repräsentativen Anspruch erhebt, wird von den öffentlichen Medien unisono als Beleg dafür zitiert, dass der Widerstand gegen die Corona-Maßnahmen insbesondere im deutschsprachigen Raum wegen der Anthroposophie so groß sei. Dabei wird außer Acht gelassen, wie zahlenmäßig gering der Einfluss der Anthroposoph:innen und anthroposophie-affinen Menschen in Deutschland ist. Noch nicht einmal ein Prozent aller Schüler:innen besuchen in Deutschland eine Waldorfschule. – Als weitere kulturell-ideologische Quelle der Maßnahmenkritik wird auch die Romantik herangezogen. Solche unzulänglichen und pauschalen Zuschreibungen erinnern an eine mittelalterliche Hexenjagd. Wo Not und Unzufriedenheit herrschen, muss eine Schuldzuschreibung erfolgen. Und weil der Mainstream unangreifbar ist, müssen Randgruppen dafür herhalten. Auch bleibt unbeachtet, dass in vielen anderen Ländern – wie Frankreich, den USA und besonders auch in Kanada – zum Teil heftige Coronamaßnahmenproteste aufkommen. Kann das auch dem Einfluss der Romantik und der Anthroposophie zugeschrieben werden? Wohl kaum! Deutlich wahrnehmbar sind rechte und nationalistische Töne, die sich in die Proteste mischen. Aber auch dafür muss die Anthroposophie herhalten, deren Vertreter allerdings traditionell eher links-liberal angesiedelt sind. Da passen der Rudolf Steiner unterstellte Rassismus und Antisemitismus gut ins Bild. Man kann wohl mit etwas Zynismus behaupten: Noch nie war die Anthroposophie so prominent wie heute...


WEITERLESEN BEI DER ERZIEHUNGSKUNST

< nächster Eintrag
vorheriger Eintrag >

Aktuelle Beiträge

27.04.26 | O. Girard | F. Uhl | K. Schultz

„Aus welchen Impulsen wollen wir Zukunft gestalten?“

Die Anthroposophische Gesellschaft lädt herzlich ein zu den SOMMERTAGEN ANTHROPOSOPHIE in die Waldorfschule…

27.04.26 | O. Girard | S. Knust

Ein Fest der Sinne, Ideen und Begegnungen! | Über die Lange Nacht der Anthroposophie in Stuttgart

Am Samstag, 27. Juni, findet die „Lange Nacht der Anthroposophie“ in…

27.04.26 | G. Stocker | V. Popa

Interview mit Vlad Popa | Anthroposophische Gesellschaft in Rumänien

Im Rahmen eines dreitägigen Seminars zum Thema „Phänomenologische Astronomie“ der…

27.04.26 | Monika Elbert

Wir gratulieren von Herzen

Das Arbeitskollegium der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland gratuliert der weltweiten Waldorfkindergartenbewegung sehr herzlich zu…

27.04.26 | Barbara Scheffler

Festakt zum 150. Geburtstag von Emil Molt

Emil Molt ist Gründer der ersten Waldorfschule auf der Stuttgarter Uhlandshöhe im Jahr 1919. Zu einem Festakt anlässlich seines 150.…

27.04.26 | Christian Giersch

100 Jahre Leier-Impuls - Kulturschöpfung aus anthroposophischer Quelle

Lothar Gärtner, Kunstschreiner und Plastiker, und Edmund Pracht, Pianist und Komponist, begegneten sich…

27.04.26 | Lisa van Holsteijn

Artikel Junge Hochschule, Berlin, 6.–8. März 2026

Durch die enge Pforte des individuellen Verständnisses von Lisa van Holsteijn
Nachklang zum…

27.04.26 | N. Königs | M. Tannert

„Im Blick Eurythmie“ am Eurythmeum Stuttgart

Eurythmie bewegt sich im Raum zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem. Sie arbeitet mit den Zwischenräumen und sucht jene Bereiche,…

Weitere News

Zur Uhlandshöhe 10  /  70188 Stuttgart
Telefon  +49 (0)711 / 164 31 -21
E-Mail  infonoSpam@agid.de

 

Newsletter
Youtube
Linked-In

Kontakt
Spenden
Mitglied werden

© ANTHROPOSOPHISCHE GESELLSCHAFT IN DEUTSCHLAND

ImpressumDatenschutz