Suche Mitgliedschaft Spenden

Volltextsuche

 
  • AGiD.Aktuell
    • Alle Beiträge
    • Aus den Zeitschriften
    • Forschungsförderung
    • Junge Anthroposophie
  • Anthroposophie
    • Was ist Anthroposophie?
    • Bewegung
    • Goetheanum
    • Rudolf Steiner
    • Anthroposophie im Gespräch
    • Zeitschriften & Medien
    • Veranstaltungen
  • Gesellschaft
    • Mitglied werden
    • Junge Anthroposophie
    • Fördermitgliedschaft
    • Aufgaben und Ziele
    • Fähigkeitsbildung
    • Forschungsförderung
    • Zusammenarbeit
    • Menschen und Organisation
    • Finanzen und Spenden
  • Kontakt
    • Geschäftsstelle
    • Stellenangebote
    • Arbeitszentren
    • Zweige
    • Netzwerk
< nächster Eintrag
vorheriger Eintrag >

Anthroposophie und Rassismus

Ein Beitrag aus der Goetheanum-Leitung (Peter Selg, Constanza Kaliks, Justus Wittich, Gerald Häfner)

von Goetheanum-Leitung | 19.07.2021

Herausgegeben vom Vorstand der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft im Auftrag der Goetheanum-Leitung

Die Frage nach dem Umgang Rudolf Steiners, der Anthroposophen und der anthroposophischen Institutionen mit Fragestellungen des Rassismus und der Rassendiskriminierung, der Fremdenfeindlichkeit und der Intoleranz ist nach einem «genozidalen» Jahrhundert und angesichts extremer Ungleichheiten in der gegenwärtigen Welt sehr berechtigt. Rassismus, Rassendiskriminierung, Missachtung und zudem die Ausbeutung und Zerstörung der Lebensgrundlagen und des Lebens des Anderen und der Anderen bilden in der Gegenwart gewaltige Herausforderungen. Daher ist es wichtig und richtig, zu hinterfragen, welche Position Anthroposophen dazu beziehen.

Auf der anderen Seite kann nicht übersehen werden, dass die Frage nach dieser anthroposophischen Position seit vielen Jahrzehnten – und in letzter Zeit wieder verstärkt – nicht aus Erkenntnisinteresse in der Öffentlichkeit aufgeworfen wird. Sie ist vielfach Teil eines polemischen Diskurses, einer Diffamierung Rudolf Steiners, der anthroposophischen Institutionen und der Anthroposophie selbst. Dass Rassismusvorwürfe als «unwiderlegbares moralisches Totschlagargument» (Ballard) benutzt werden, ist seit langem bekannt. Indem Rudolf Steiner, die Anthroposophie oder die anthroposophischen Initiativen damit assoziiert werden, sind sie gesellschaftlich stigmatisiert und marginalisiert. Differenzierte Stellungnahmen und sorgfältig erarbeitete Buchmonografien von anthroposophischer Seite haben an dieser Situation bis heute nichts geändert; sie gewinnen nicht annähernd die Öffentlichkeit und Verbreitung der plakativen Vorwürfe.

All dies sorgt für eine erhebliche Irritation, auch unter Menschen, die den anthroposophischen Tätigkeiten prinzipiell mit Interesse und Wohlwollen gegenüberstehen – sowie unter den Mitgliedern der Anthroposophischen Gesellschaft selbst. In Anbetracht dieser Situation entschlossen wir uns zur Niederschrift eines Beitrages, der beiden Aspekten der Gesamtfragestellung – dem inhaltlich-berechtigten und dem strategischen Aspekt – zu entsprechen sucht. Wir entwickeln nachfolgend geschichtliche und ideelle Zusammenhänge in skizzenhafter Form, die uns für eine individuelle Beurteilung der erhobenen Vorwürfe von Bedeutung zu sein scheinen. Wir umreißen aber auch die Aufgabe und Herausforderung der Anthroposophischen Gesellschaft und der anthroposophischen Institutionen in einer Welt, die von Ungerechtigkeit und Diskriminierung gekennzeichnet ist. Die entschiedene Zurückweisung wahrheitswidriger Aussagen und Unterstellungen innerhalb einer publizistischen Auseinandersetzung ist sinnvoll und notwendig; die selbstkritische Hinterfragung der eigenen Haltung zum Ausmaß der Ungerechtigkeit in der Welt – sowie des eigenen Beitrags zu ihrer Überwindung – erscheint uns jedoch ebenso von Bedeutung zu sein. Nur durch beides entsteht unseres Erachtens eine Entwicklung zur Zukunft, auch innerhalb der anthroposophischen Zusammenhänge selbst.

 


 

WEITERLESEN UND PDF DOWNLOADEN >
< nächster Eintrag
vorheriger Eintrag >

Aktuelle Beiträge

10.07.26 | O. Girard | J. Heisterkamp

50 Jahre info3 – Im Gespräch über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Seit 50 Jahren begleitet die Zeitschrift info3 die Entwicklung der Anthroposophie und ihrer Praxisfelder…

10.07.26 | Matthias Niedermann

Heißer Tag und Lange Nacht

Als sich am Samstagnachmittag die Tore des Campus Uhlandshöhe öffnen, zeigt das Thermometer hochsommerliche Temperaturen. Die Hitze flimmert über…

10.07.26 | T. Tritschel |G. Stocker

Rudolf Steiners „West-Ost-Aphorismen“ aus dem Jahre 1922 und ihre heutige Aktualität – ein Anliegen von Tom Tritschel und Gerhard Stocker

Die „Gegensätzlichkeiten zwischen…

10.07.26 | J. Lang | B. Werner | Ann-C. Momsen | M. Ries

PARZIVAL – Die heilsame Kraft der Beziehungen vom 23. bis 25. April 2027 in Witten *Vorschau-Save the Date*

Das Parzival-Epos von Wolfram von Eschenbach ist ein Meisterwerk…

10.07.26 | Ueli Hurter

Mit der Intelligenz des Lebens arbeiten

Jedes Mal, wenn wir online gehen, ist die künstliche Intelligenz (KI) dabei. Ob wir wollen oder nicht, KI wird gerade Teil unseres…

22.06.26 | M. Kahl | A. Schmitt

Die sechs Seelenübungen zur Erkraftung des Herzens – eine weltweite Initiative

Seit sieben Jahren entwickelt Andreas Schmitt gemeinsam mit einem wachsenden internationalen…

22.06.26 | Monika Elbert

Sommertage Anthroposophie in Bochum Für alle, die nicht dabei waren: Sie haben etwas verpasst!

Der Impuls dieser Tage an Deutschlands größter Waldorfschule war es, erlebbar zu…

22.06.26 | Redaktion

Werde Teil der Anthroposophischen Gesellschaft

Liebe Freunde der Anthroposophie, wir haben uns vonseiten des Arbeitskollegiums für dieses Jahr vorgenommen, an dem Wachstum…

Weitere News

Zur Uhlandshöhe 10  /  70188 Stuttgart
Telefon  +49 (0)711 / 164 31 -21
E-Mail  infonoSpam@agid.de

 

Newsletter
Youtube
Linked-In

Kontakt
Spenden
Mitglied werden

© ANTHROPOSOPHISCHE GESELLSCHAFT IN DEUTSCHLAND

ImpressumDatenschutz