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Arbeitsgemeinschaft der Naturwissenschaftler in der Anthroposophischen Gesellschaft

von Martin Errenst | 16.12.2025
Foto: Martin Errenst_Zinnober

Im kommenden Jahr wird Ende Februar wie seit 1946 in jedem Jahr die Tagung Anthroposophischer Naturwissenschaftler in Stuttgart stattfinden.1

Diese Tagungen haben also eine lange Tradition, während der – auch wenn sich seit 1946 naturgemäß etwa drei Generationen abgewechselt haben – der Grundduktus der Tagungen unverändert geblieben ist: Naturwissenschaft durch aus der Anthroposophie gewonnene Perspektiven zu erweitern.

Begründet wurde die Arbeitsgemeinschaft im Jahr 1946 durch den Vogelkundler Friedrich Kipp, den Arzt Gisbert Husemann und den Landwirt Hans Heinze. Im Jahr 1978 wurde Wolfgang Schad Mitglied der Vorbereitungsgruppe und prägte die Arbeit der Arbeitsgemeinschaft über vier Jahrzehnte durch seine Vorträge und insbesondere durch seine Gesprächsbeiträge, mit denen es ihm oft gelang, das von anderen Vorgetragenen zu vertiefen und in einen größeren Zusammenhang einzubetten. So war die Tagung im Jahr 2023 der Erinnerung an Wolfgang Schad gewidmet; einige dieser Tagungsbeiträge wurden im Jahrbuch für Goetheanismus 2023 abgedruckt.2

Teilnehmende
Die Teilnehmenden der Tagungen kommen mit unterschiedlichen Hintergründen. Es sind Fachwissenschaftler*innen, Ärzt*innen, Lehrer*innen oder einfach naturwissenschaftlich und anthroposophisch Interessierte. Ebenso vielfältig sind die Zusammenhänge, in denen die Vortragenden arbeiten; sie kommen aus anthroposophischen Forschungseinrichtungen, der Naturwissenschaftlichen Sektion am Goetheanum, aus Universitäten, aus Waldorfschulen, aber auch aus persönlichen Forschungsanliegen. Gerade, um Menschen aus so unterschiedlichen Situationen zusammenzuführen, ist diese Arbeitsgemeinschaft wichtig. Deshalb ist die gegenseitige Wahrnehmung ein zentrales Anliegen dieser Tagungen und nach jedem Vortrag und genauso in den Pausen gibt es ausgiebig Gelegenheit zum Gespräch.

Themen
So vielfältig wie die Hintergründe der Vortragenden und Teilnehmenden sind die Themen: von rein physikalischen über menschenkundliche bis hin zu medizinischen oder Themen der Landwirtschaft. Die Anliegen der Vorträge können aus tagesaktuellen naturwissenschaftlichen Fragestellungen hervorgehen, wie der Vortrag über „Die Rolle der Viren in Evolution und Medizin“ (Thomas Hardtmuth 2019), oder ihren Ausgangspunkt in geisteswissenschaftlichen Darstellungen haben, wie der Vortrag „Zur Parallelisierung der geisteswissenschaftlichen Zeitalter mit der geologischen Zeitscala“ (Harald Brandt 2025). In jedem Fall liegt die gemeinsame Arbeit darin, diese beiden Perspektiven zusammenzuführen.

Dabei können auch strittige Themen, wie die Frage der Einordnung der Radioaktivität oder das Verständnis der menschlichen Evolution im Vergleich zur tierischen, im Diskurs behandelt oder es kann um die Deutung der Bilder der bildschaffenden Methoden wie der Steigbildmethode oder der Kupferkristallisation gerungen werden.

Auf der Internetseite zur Tagung findet sich ein Archiv mit den Tagungsprogrammen seit 1976.3 Anhand dieser Zusammenstellung kann man sich die Vielfalt der Themen vor Augen führen. Es wird auch deutlich, wie die Themen mit den Forscherpersönlichkeiten zusammenhängen und sich in der Zeit entwickeln, dass sich aber das kontinuierliche Anliegen, naturwissenschaftliche Phänomenologie auf anthroposophischer Grundlage mit dem Menschensein zu verbinden, durch den Wechsel der Personen und zeitbedingten Fragen wie ein roter Faden hindurchzieht.

Nächste Tagung
Die Tagung im Jahr 2026 findet am 28. Februar und 1. März statt. Die Vortragsthemen werden sein: Lebenskräfte und Radioaktivität – Die Wirkung künstlicher Isotope; Die Seltenen Erden im Spannungsfeld von Licht und Magnetismus; Rückzug der Wesensglieder aus dem Tumor-Bereich; Von der ökologischen Dimension der Waldorfschule; Mit Hand und Hirn ‒ Steinartefakte als Wegbereiter in der menschlichen Evolution; „Eins und doppelt“ (Goethe in Anknüpfung an die Ginkgo-Blattform); Die Manteltiere/Tunicaten – Die Dreigliederung dieser wenig bekannten marinen Urchordaten in drei Klassen.

Informationen zur Tagung findet man auf der >> Internetseite

Martin Errenst


1 Die einzige pandemiebedingte Ausnahme war im Jahr 2021.
2 Jahrbuch für Goetheanismus 2023, Dornach/Stuttgart.
3 Gerne nehmen wir Tagungsprogramme aus den davor liegenden Jahren auf, falls jemand welche aufbewahrt hat.

 

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