Suche Mitgliedschaft Spenden

Volltextsuche

 
  • AGiD.Aktuell
    • Alle Beiträge
    • Aus den Zeitschriften
    • Forschungsförderung
    • Junge Anthroposophie
  • Anthroposophie
    • Was ist Anthroposophie?
    • Bewegung
    • Goetheanum
    • Rudolf Steiner
    • Anthroposophie im Gespräch
    • Zeitschriften & Medien
    • Veranstaltungen
  • Gesellschaft
    • Mitglied werden
    • Junge Anthroposophie
    • Fördermitgliedschaft
    • Aufgaben und Ziele
    • Fähigkeitsbildung
    • Forschungsförderung
    • Zusammenarbeit
    • Menschen und Organisation
    • Finanzen und Spenden
  • Kontakt
    • Geschäftsstelle
    • Stellenangebote
    • Arbeitszentren
    • Zweige
    • Netzwerk
< nächster Eintrag
vorheriger Eintrag >

In Geduld durch Labyrinthe

Mit dieser Thematik aus dem zweiten „Mysterienspiel“ Rudolf Steiners mit dem Titel „Die Prüfung der Seele“, haben die Schauspielerin Gabriela Cieslinski und der Schauspieler Volker Frankfurt in einer Inszenierung von Bodo Bühling (München) die beiden Protagonisten Maria und Johannes Thomasius dargestellt, um ihre Seelenprüfungen miterleben zu lassen. Die Aufführung fand am 22. Oktober in der Paulus-Kirche der Christengemeinschaft in Wangen (Allgäu) statt und wurde vom Kaspar-Hauser-Zweig Wangen veranstaltet.

von Volker Seelbach | 16.12.2023
Szene aus den Mysteriendramen

Darf man aus einem Mysterienspiel eine in sich abgeschlossene Thematik herauslösen und zur Darstellung bringen? Die beiden Schauspieler wagten es, sich ganz auf das Freundschaftspaar zu konzentrieren. Es gelang ihnen, ihr Publikum die besondere Stimmung des Mysterienspiels erleben zu lassen – nicht nur in der Sprache Rudolf Steiners, sondern auch inhaltlich in der Begegnung mit ihrem geistigen Führer Benedictus wie auch ihren Versuchern Ahriman und Luzifer. Durch Sprache, Gestik, Gebärde und Beleuchtung wurden die Zuschauerinnen und Zuschauer so ergriffen, dass eine intensive Stimmung im Raum entstand.

Einige Besonderheiten, die dazu beitrugen, seien erwähnt: Schauspielerin und Schauspieler erschienen nicht in der von Inszenierungen am Goetheanum gewohnten Bekleidung und mit den Gebärden Ahrimans oder Luzifers, sondern in modernen Kostümen, ebenso Benedictus. Subtile Andeutungen in Sprache und Gebärde forderten die Zuschauenden zur inneren aktiven Teilnahme auf. Die Alltagsnähe war nicht hinderlich, sondern trug gerade dazu bei, Geisteskräfte und Wirken der Versucher intensiv zu erleben. – Die Seelenkräfte Philia, Astrid und Luna traten nicht auf, wurden aber als Schwestern angesprochen und mit eurythmischem Tierkreishintergrund in entsprechendem farbigen Licht dargestellt, was magisch tief beeindruckte, selbst wenn Zuschauende diesen anthroposophischen Hintergrund nicht kannten.

Inhaltlich legt Benedictus zu Beginn des Spiels die schwere Aufgabe auf Marias Seele, sich in Selbsterkenntnis der Beziehung zu Johannes bewusst zu werden. Im weiteren Verlauf des Spiels widersteht Maria dem Anliegen Ahrimans; Johannes Thomasius jedoch erliegt der schmeichelnden Versuchung Luzifers. Das Spiel endet mit einem kurzen Monolog Marias, der die Zuschauerinnen und Zuschauer so fesselte, dass sie diese Schicksalsbeziehung gern weiter verfolgt hätten. Sie endet aber auch im dritten Mysterienspiel noch nicht.

Obwohl Capesius, eine zentrale Gestalt im zweiten Mysterienspiel, hier nicht auftritt – dazu hätte es eines dritten Schauspielers bedurft –, wurde dies nicht als Mangel erlebt. Um so packender ergriff die Zuschauenden die dramatische Entwicklung in der Freundschaft von Maria und Johannes.

Alles in allem ist den beiden Hauptakteuren des zweiten Mysterienspiels eine konzentrierte und ergreifende Darstellung gelungen. Man würde sich eine Wiederholung wünschen, da die gegenwärtige Aktualität in den Beziehungen unter uns Menschen auf spirituellem Niveau angesprochen wird.

Die Aufführung in Wangen war Teil einer Tournee, die die Fortsetzung einer früheren Tournee mit Auszügen aus dem ersten Mysterienspiel bildet.

Volker Seelbach, Wangen im Allgäu


Weitere Aufführungen sind 2024 vorgesehen:

8.3.24 in Dresden, Christengemeinschaft,
9.3.24 in Weimar, Anthroposophische Gesellschaft,
19.4.24 in Freiburg-Buchenbach, Friedrich-Husemann-Klinik und
20.4.24 in Stuttgart, Eurythmeum.

Kontakt: Volker Frankfurt, frankfurtvolkernoSpam@yahoo.com

< nächster Eintrag
vorheriger Eintrag >

Aktuelle Beiträge

27.04.26 | O. Girard | F. Uhl | K. Schultz

„Aus welchen Impulsen wollen wir Zukunft gestalten?“

Die Anthroposophische Gesellschaft lädt herzlich ein zu den SOMMERTAGEN ANTHROPOSOPHIE in die Waldorfschule…

27.04.26 | O. Girard | S. Knust

Ein Fest der Sinne, Ideen und Begegnungen! | Über die Lange Nacht der Anthroposophie in Stuttgart

Am Samstag, 27. Juni, findet die „Lange Nacht der Anthroposophie“ in…

27.04.26 | G. Stocker | V. Popa

Interview mit Vlad Popa | Anthroposophische Gesellschaft in Rumänien

Im Rahmen eines dreitägigen Seminars zum Thema „Phänomenologische Astronomie“ der…

27.04.26 | Monika Elbert

Wir gratulieren von Herzen

Das Arbeitskollegium der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland gratuliert der weltweiten Waldorfkindergartenbewegung sehr herzlich zu…

27.04.26 | Barbara Scheffler

Festakt zum 150. Geburtstag von Emil Molt

Emil Molt ist Gründer der ersten Waldorfschule auf der Stuttgarter Uhlandshöhe im Jahr 1919. Zu einem Festakt anlässlich seines 150.…

27.04.26 | Christian Giersch

100 Jahre Leier-Impuls - Kulturschöpfung aus anthroposophischer Quelle

Lothar Gärtner, Kunstschreiner und Plastiker, und Edmund Pracht, Pianist und Komponist, begegneten sich…

27.04.26 | Lisa van Holsteijn

Artikel Junge Hochschule, Berlin, 6.–8. März 2026

Durch die enge Pforte des individuellen Verständnisses von Lisa van Holsteijn
Nachklang zum…

27.04.26 | N. Königs | M. Tannert

„Im Blick Eurythmie“ am Eurythmeum Stuttgart

Eurythmie bewegt sich im Raum zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem. Sie arbeitet mit den Zwischenräumen und sucht jene Bereiche,…

Weitere News

Zur Uhlandshöhe 10  /  70188 Stuttgart
Telefon  +49 (0)711 / 164 31 -21
E-Mail  infonoSpam@agid.de

 

Newsletter
Youtube
Linked-In

Kontakt
Spenden
Mitglied werden

© ANTHROPOSOPHISCHE GESELLSCHAFT IN DEUTSCHLAND

ImpressumDatenschutz