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Junge Hochschule

Ein Treffen zur Arbeit an den Inhalten der Klassenstunden

von Anke Steinmetz | 18.12.2020

Seit etwa zwei Jahren befasst sich eine kleine Gruppe jüngerer Menschen im Alter von ca. 25 bis 40 Jahren mit Fragen rund um die Hochschule und zu den Inhalten der Klassenstunden. Es gab in den vergangenen drei Jahren verschiedene Begegnungen zu diesem Thema. Ausgangspunkt war das Hofgut Oberhofen bei Salzburg, dann Herrischried im Schwarzwald und zuletzt ein Treffen in Stuttgart. Für den 4. und 5. Dezember war zu einer Fortsetzung der Arbeit nach Stuttgart eingeladen worden, in der die dritte Klassenstunde im Zentrum stand.

Aufgrund verschiedener Anfragen wurde im Vorfeld beschlossen, die Gruppe noch einmal zu öffnen, um weiteren interessierten Menschen zu ermöglichen, die Hochschule kennenzulernen. Eben dieses Interesse an der Hochschule und nicht unbedingt eine vorherige Mitgliedschaft sollte die Voraussetzung für den Einstieg in diese Arbeit sein. Zu unserer Freude wurde das Studienangebot gerne angenommen, sodass sich die Gruppengröße mit nun 15 Menschen nahezu verdoppelte. Aber nicht allein diese Vergrößerung ist Anlass zur Freude, sondern vor allem die Bereicherung der Studienarbeit durch die tiefen, ernsten Fragen und Impulse, die die neuen TeilnehmerInnen mitbrachten.

Schon der Austausch zu Beginn des Treffens darüber, was jeden Einzelnen, jede Einzelne hierhergeführt hatte, machte einen tiefen Ernst bei allen Beteiligten sichtbar, der ganz berechtigt zu Fragen nach der Hochschule geführt hatte. Für die Neueinsteiger und zur Vergegenwärtigung des bisherigen Ganges durch die Stunden gab es eine freie Zusammenfassung der ersten und zweiten Klassenstunde, in der auch die Mantren erklangen. Diese Darstellung sollte darüber hinaus zum Versuch ermutigen, die aufgenommenen Inhalte in eigene Worte zu kleiden. Der Tag klang aus mit einem offenen Gespräch über Fragen: Was ist Hochschule? Wie lebt sie heute? Welche Formen und Methoden gibt es, sich die Mantren zu erschließen? Am nächsten Morgen versuchten wir in Kleingruppen in die einzelnen Strophen und Wortkompositionen des dritten Mantrams einzutreten, was zu einem reichhaltigen Zusammentragen führte.

Um die Inhalte dieser Stunde noch einen Schritt weiter zu vertiefen, gab es eine Einheit zum Thema der Rhythmen, die uns stärker in das eigene Erleben der Qualitäten führte. Ein methodischer Schlüssel, der zum wirklichen Erlebnis wurde. Das Treffen schloss mit dem Hören der gesamten Stunde im Wortlaut Rudolf Steiners ab. Dieses Hören warf viele neue Fragen auf. Am liebsten wäre man wohl in weitere Gespräche und Erforschungen von Fragen und Zusammenhängen eingetreten.

Deutlich wurde am Ende der Wunsch nach noch mehr Zeit für Vertiefung in die mantrischen Worte und Zusammenhänge. Das Erschließen der Mantren durch verschiedene methodische und künstlerische Herangehensweisen soll daher den Schwerpunkt für die weiteren Treffen bilden.

Mehrfach wurde im Rückblick auf die Arbeit geäußert, man habe das Gefühl, hier etwas von dem finden zu können, wonach man im Sinne einer esoterischen Vertiefung gesucht habe und dass es noch weitere junge Menschen gebe, die solch einen Zusammenhang suchten. Gemeinsam wollen wir nun Wege finden, um diesen Bedürfnissen weiter entgegenzukommen. Geplant ist ein Treffen im April und ein größeres Kolloquium im November 2021. Verantwortlich für die Vorbereitung und Ausgestaltung der Treffen sind Anke Steinmetz (Vertreterin des Arbeitszentrums Nord in der DLG), Matthias Niedermann (Vorstandsassistenz und Vernetzung der AGiD) sowie Michael Schmock (Vorstand und Generalsekretär der AGiD).

Anke Steinmetz, Bremen

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