Suche Mitgliedschaft Spenden

Volltextsuche

 
  • AGiD.Aktuell
    • Alle Beiträge
    • Aus den Zeitschriften
    • Forschungsförderung
    • Junge Anthroposophie
  • Anthroposophie
    • Was ist Anthroposophie?
    • Bewegung
    • Goetheanum
    • Rudolf Steiner
    • Anthroposophie im Gespräch
    • Zeitschriften & Medien
    • Veranstaltungen
  • Gesellschaft
    • Mitglied werden
    • Junge Anthroposophie
    • Fördermitgliedschaft
    • Aufgaben und Ziele
    • Fähigkeitsbildung
    • Forschungsförderung
    • Zusammenarbeit
    • Menschen und Organisation
    • Finanzen und Spenden
  • Kontakt
    • Geschäftsstelle
    • Stellenangebote
    • Arbeitszentren
    • Zweige
    • Netzwerk
< nächster Eintrag
vorheriger Eintrag >

„Ätherisches Organisieren“

Über das Vorständetreffen Niederlande und Deutschland in Bochum

von Michael Schmock | 04/15/2020

Die verschiedenen Landesgesellschaften haben jeweils eigene Akzente, Themen und Ausrichtungen. Und doch ist es erstaunlich, wie die „Farben zusammenklingen können“. Rik Ten Kate (Generalsekretär Niederlande) und Michael Schmock (Generalsekretär Deutschland) haben ein Treffen der Vorstände beider Länder vorgeschlagen. Das fand dann (noch kurz vor dem Reiseverbot) am 11. März in Bochum in den Räumen der GLS-Bank für sechs Stunden statt. Anliegen war es, die verschiedenen Arbeitsschwerpunkte kennenzulernen und gemeinsam auf Zukunftsaufgaben zu blicken. Es war ein erstaunlich anregender Austausch. Insbesondere auch, weil die Niederländer das wie selbstverständlich machen, was wir uns im Zukunftsprozess als ein Motiv vorgenommen hatten: die Gespräche und Zusammenkünfte als Üb-Vorgang zu gestalten. In Kommunikations- und Sozial-Lern-Prozessen waren uns die Niederländer schon immer weit voraus. Im ersten Schritt übten sie mit uns am „Grundstein“. Es gab inhaltlich-meditative Beiträge, Kleingruppen und Bewegungsübungen zum Thema „Geisterinnern – Geistbesinnen – Geisterschauen“. Ein lebendiges, aktiv-vertiefendes Geschehen spielte sich ab. Und – danach war atmosphärisch etwas Herzlich-Lebendiges im Raum. Dann hatten die Niederländer „ihr“ aktuelles Thema mitgebracht: „Ätherisches Organisieren“. Es geht ihnen um eine Neubestimmung der Vorstands-Gremien-Arbeit, um eine Ausrichtung auf spirituell-übende Zusammenarbeit im Sinne des „Umgekehrten Kultus“. Wie können wir die Gemeinschaftlichkeit wachsen lassen? „Wenn wir als Vorstände nicht die öffnende Zusammenarbeits-Geste veranlagen, sind wir über kurz oder lang überflüssig.“ So in etwa die einführenden Worte von Rik Ten Kate und Pim Blomaard. Auf der Suche nach neuen Organisationsformen für den Vorstand in den Niederlanden war dieses Motiv entstanden. Es meint insbesondere: das Prinzip „Zentrum“ ist heute nicht mehr gültig. Gegenwärtig ist „Zentrum“ immer da, wo Initiative ist. Der Vorstand ist nicht mehr das Zentrum. „Wir wollen zu einer Initiativ-Gemeinschaft und von irgendeiner bestimmenden Position weg. Von der Be-Stimmung zur Stimmung! Hier geht es um eine atmosphärische Qualität im Sozialen.“ Diese einfache Formel wurde im Folgenden an verschiedenen Beispielen erläutert: Mitgliederversammlungen spielen sich nicht mehr mit Rednerpult und frontal ab, Initiativen der Mitgliedschaft werden ins Zentrum gestellt, wir sprechen miteinander über unsere Engel in den Sitzungen und nehmen uns vor, jeden Tag aneinander zu denken usw. Die Erörterungen zu der neuen Arbeitsweise führten zu der Erkenntnis: Es geht nicht mehr um eine „Anthroposophische Gesellschaft“ als statische Organisation, sondern um die „Vereinigung“, um die „Integration“ der Initiativfelder. In diesem Sinne arbeiten sie mit den verschiedensten Gremien zusammen, mit den Sektionen in Dornach, den „Lebensfeldern“ usw. Das Geld, das durch Spenden und Mitgliedsbeiträge zur Verfügung steht, ist nicht für den Erhalt der Gremien da, sondern es muss dahin fließen, wo Initiative ist. „Es geht uns um eine Sozialkunst als professionelle Tätigkeit. Wir sind da zwar erst am Anfang, sehen aber schon die Aufgabenfelder, die sich daraus ergeben: 1. Selbst üben, 2. In den Dialog kommen wollen, 3. Integrationswille entfalten, 4. Gemeinschaftlich Prozesse steuern, Initiative unterstützen.“ Eine Forschungsgemeinschaft zu „Sozialkunst-Elementen“ entsteht, die neue Methoden und Zusammenarbeitsweisen entwickelt. Beide Vorstandsgruppierungen erlebten es als bereichernd, gemeinsam auf einen solchen „Paradigmenwechsel“ in der „Führungskultur der AG“ zu schauen und entsprechende Handlungsansätze zu entdecken. Michael Schmock

< nächster Eintrag
vorheriger Eintrag >

Aktuelle Beiträge

22.03.26 | Prof. Dr. Tomáš Zdražil

Emil Molt zum Geburtstag. Eine Würdigung

Es war der Stuttgarter Unternehmer Emil Molt, der die seit 1906 bekannten pädagogischen Erkenntnisse Rudolf Steiners als Erster in die…

22.03.26 | IRIS SCHOTT

Pressemitteilung | Festakt zum 150. Geburtstag von Emil Molt – Gründer der ersten Waldorfschule

Freie Waldorfschule Uhlandshöhe, Stuttgart, 19. März 2026 – Unter dem Motto…

22.03.26 | Thanassis Lambrou

VON DEM EINFACHEN LEBEN ZU RILKES «ARCHAÏSCHER TORSO APOLLOS»

>> Zeitschrift STILWir aber wollen die Dichter unseres Lebens sein, und im Kleinsten und Alltäglichsten…

22.03.26 | Prof. Dr. Jost Schieren

Die Wirklichkeit des Denkens

Rudolf Steiners Intelligenzbegriff und die Waldorfpädagogik in Zeiten von KI | Die sogenannte Künstliche Intelligenz (KI) ist gegenwärtig eines…

22.03.26 | Paula Kiefer

Was ist eigentlich in Argentinien los?

In Argentinien regiert seit zwei Jahren ein Mann, der den Staat abschaffen möchte. Javier Milei bezeichnet sich als Anarchokapitalist…

22.03.26 | Michaela Glöckler

Danke, Ita Wegman

Das spirituelle Fundament der Anthroposophischen Medizin: den Merkurstab wieder gewinnen.
In Das Goetheanum erschienen am…

20.02.26 | K.-P. Freitag | S. Knust

Spiritualität und Praxis

Eine besondere Charakteristik der Anthroposophie ist die angestrebte Verbindung von tiefer Spiritualität mit konkreter Lebenspraxis. Genau diesem…

20.02.26 | Versch. Autoren

Erinnerungen an Michael Schmock

Vor einigen Tagen ist Michael Schmock verstorben. Nicht zuletzt als Generalsekretär der AGiD war er mit vielen Menschen verbunden. Es erinnern…

Weitere News

Zur Uhlandshöhe 10  /  70188 Stuttgart
Telefon  +49 (0)711 / 164 31 -21
E-Mail  infonoSpam@agid.de

 

Newsletter
Youtube
Linked-In

Kontakt
Spenden
Mitglied werden

© ANTHROPOSOPHISCHE GESELLSCHAFT IN DEUTSCHLAND

ImpressumDatenschutz