Suche Mitgliedschaft Spenden

Volltextsuche

 
  • AGiD.Aktuell
    • Alle Beiträge
    • Aus den Zeitschriften
    • Forschungsförderung
    • Junge Anthroposophie
  • Anthroposophie
    • Was ist Anthroposophie?
    • Bewegung
    • Goetheanum
    • Rudolf Steiner
    • Anthroposophie im Gespräch
    • Zeitschriften & Medien
    • Veranstaltungen
  • Gesellschaft
    • Mitglied werden
    • Junge Anthroposophie
    • Fördermitgliedschaft
    • Aufgaben und Ziele
    • Fähigkeitsbildung
    • Forschungsförderung
    • Zusammenarbeit
    • Menschen und Organisation
    • Finanzen und Spenden
  • Kontakt
    • Geschäftsstelle
    • Stellenangebote
    • Arbeitszentren
    • Zweige
    • Netzwerk
< nächster Eintrag
vorheriger Eintrag >

Impfpflicht – Weg oder Irrweg aus der Pandemie?

Wo stehen wir in der Pandemie und ist die Impfpflicht ein Ausweg? Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines längeren Gesprächs auf „Goetheanum.TV“ im Dezember letzten Jahres, das Gerald Häfner mit Prof. Harald Matthes, dem Mitglied der Berliner Charité und Leiter des Gemeinschaftskrankenhauses Havelhöhe, führte.

von Sebastian Knust | 01/17/2022
Harald Matthes (Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe) und Gerald Häfner (Goetheanum) | Bild: Goetheanum.TV

https://goetheanum.tv/programs/brauchen-wir-die-impfpflicht-harald-mattes

In Leitmedien und weiten Teilen der Politik wird die vierte Corona-Welle als „Pandemie der Ungeimpften“ beschrieben. Die Ungeimpften seien also Schuld an der Überlastung der Krankenhäuser und an den hohen Inzidenzen in Deutschland. Matthes hält diesen Behauptungen den eklatanten Rückgang der Intensivbetten im Vergleich zur dritten Welle Anfang des Jahres 2021 entgegen, beruhend auf der hohen Abwanderung von Pflegepersonal. Außerdem sieht er die Problemlage der vierten Welle vor allem bei der Politik, die eine angemessene Booster-Kampagne von Geimpften im Sommer schlicht versäumt hat:

„Deutschland liegt [bezüglich der Impfquote von zu der Zeit 68%, Anm. d. Red.] eigentlich im Durchschnitt der anderen europäischen Länder. Wir liegen gleichauf wie die Nachbarstaaten. Aber wir haben viel zu spät geboostert, wir haben viel zu spät reagiert. Und daher können wir sagen, wir haben nicht die Pandemie der Ungeimpften, sondern wir haben derzeit eine Pandemie der verschlafenen Boosterung!“

Und er ergänzt: „Die vierte Welle wird von der Politik diskriminierend auf nicht Geimpfte geschoben, obwohl die Politik selbst versäumte, rechtzeitig auf das Boostern, auf die Strukturen und die Verteilung des Impfstoffs zu achten.“

Matthes spricht sich klar für die Impfung von Risikogruppen aus, also vor allem von Älteren und Menschen mit Vorerkrankung. Der von weiten Teilen der Politik und Leitmedien propagierten Impfpflicht hält er drei Argumente entgegen:

  1. Die Impfpflicht von Pflegekräften wird aller Voraussicht nach zu einer weiteren Abwanderungswelle aus dem Beruf führen. Ist das in Zeiten der Pandemie tatsächlich politisch gewollt?!
  2. Gleichzeitig hält die Schutzwirkung der aktuellen Impfstoffe wenige Monate an und nimmt bei jeder neuen Mutation des Virus deutlich ab. Aufgrund dieser schwachen Wirksamkeit ist es nicht rational begründbar, einen solch weitreichenden Eingriff in die Persönlichkeitsrechte vorzunehmen.
  3. Die Impfpflicht führt zu einer weiteren gesellschaftlichen Polarisierung. Dabei ist aktuell ein Aufeinander-Zugehen notwendig.

Im letzten Teil des Gesprächs nimmt Matthes Stellung zu den persönlichen Angriffen in der Satire Sendung des ZDF „Die Anstalt“ vom 7. Dezember 2021. Dort erklärt ein Moderator der Kunstfigur „Isaak Newton“, dem Begründer der modernen Naturwissenschaft, die angeblichen unwissenschaftlichen Umtriebe der anthroposophischen Medizin. Matthes entgegnet darauf:

„Wenn Sie sich mit einem Weltbild verbinden, dass 300 bis 400 Jahre alt ist und das nur naturwissenschaftliche Menschenerkenntnis betreibt, dann werden sie aus meiner Sicht in keinster Weise dem Menschen gerecht. In der anthroposophischen Medizin schätzen wir die Naturwissenschaft ja genauso wie die Lebenswissenschaften, die Sozialwissenschaften, die Psychologie wie aber auch die Ethik und die Geisteswissenschaften. Und wenn wir nicht diesen Wissenschaftspluralismus haben, sondern mit einer 400 Jahre alten Keule meinen, der Mensch sei nur ein Stück Stoff und nicht in den Diskurs gehen, dann wird eine Satiresendung zur Realsatire.“

Sebastian Knust  |  AGiD, Öffentlichkeitsarbeit


Professor Dr. Harald Matthes ist Mitbegründer und ärztlicher Leiter des 1995 gegründeten Gemeinschaftskrankenhauses Havelhöhe (Berlin) mit großer Corona-Station und eigenem Impfzentrum sowie viel Erfahrung in der Behandlung von Covid-19. Er ist zudem Professor für integrative und anthroposophische Medizin in der Charité in Berlin.

< nächster Eintrag
vorheriger Eintrag >

Aktuelle Beiträge

16.12.25 | Monika Elbert

Das Arbeitskollegium wünscht allen ein gesegnetes Weihnachtsfest

Liebe Freundinnen und Freunde der Anthroposophie! Gerne möchte ich Ihnen zu den nahenden Weihnachtstagen einen…

16.12.25 | Christine Rüter

Die Geburt des Neuen

In der großen Welt toben Kriege und Konflikte. In unserer kleinen anthroposophischen Welt hoffen wir, dass wir durch die Anthroposophie verschont bleiben.…

16.12.25 | P. Selg | C. Kaliks

Gelebte Verbindlichkeit

Peter Selg und Constanza Kaliks leiten die Allgemeine Anthroposophische Sektion am Goetheanum. Hier sprechen sie über Bild und Aufgabe der Hochschule…

16.12.25 | Christiane Haid

Reinkarnation und Karma in Geschichte und Gegenwart

Erschienen Weihnachten 2025 Zeitschrift STIL, 47. Jahrgang, Heft 4
Abonnieren Karma…

16.12.25 | Uwe Werner

Sinn und Gesinnung im demokratischen Denken | Spuren auf dem Weg zur Weihnachtstagung

Erschienen in Anthroposophie Vierteljahresschrift zur anthroposophischen Arbeit in…

16.12.25 | Martin Errenst

Arbeitsgemeinschaft der Naturwissenschaftler in der Anthroposophischen Gesellschaft

Im kommenden Jahr wird Ende Februar wie seit 1946 in jedem Jahr die Tagung Anthroposophischer…

16.12.25 | D. Fechner | K. Horn

Vom Geiste Michaels – 100. Jubiläum der Anthroposophie in Fürth

Fürth, am 28.09.2025 - An diesem schönen Herbsttag, einem Sonntag, wurde in der Dambacher Straße der Gründung des…

16.12.25 | Barbara Messmer

Albert Steffen – modern gespielt

Das Theaterstück „Wir spielen Albert Steffen“ schuf eine Schauspielgruppe von sieben Auszubildenden aus Dornach. Sie führten es am 21. und 22.…

Weitere News

Zur Uhlandshöhe 10  /  70188 Stuttgart
Telefon  +49 (0)711 / 164 31 -21
E-Mail  infonoSpam@agid.de

 

Newsletter
Youtube
Linked-In

Kontakt
Spenden
Mitglied werden

© ANTHROPOSOPHISCHE GESELLSCHAFT IN DEUTSCHLAND

ImpressumDatenschutz