Suche Mitgliedschaft Spenden

Volltextsuche

 
  • AGiD.Aktuell
    • Alle Beiträge
    • Aus den Zeitschriften
    • Forschungsförderung
    • Junge Anthroposophie
  • Anthroposophie
    • Was ist Anthroposophie?
    • Bewegung
    • Goetheanum
    • Rudolf Steiner
    • Anthroposophie im Gespräch
    • Zeitschriften & Medien
    • Veranstaltungen
  • Gesellschaft
    • Mitglied werden
    • Junge Anthroposophie
    • Fördermitgliedschaft
    • Aufgaben und Ziele
    • Fähigkeitsbildung
    • Forschungsförderung
    • Zusammenarbeit
    • Menschen und Organisation
    • Finanzen und Spenden
  • Kontakt
    • Geschäftsstelle
    • Stellenangebote
    • Arbeitszentren
    • Zweige
    • Netzwerk
< nächster Eintrag
vorheriger Eintrag >

INTERVIEW MIT JONAH ARTMANN

Stipendiat der Stiftung zur Forschungsförderung der AGiD mit dem Forschungsprojekt zum Thema „Zukunst – wie der Mensch die Zukunft als gestaltbar erleben kann“

von J. Artmann | O. Girard | 15.06.2025

Olivia Girard: Warum haben Sie dieses Thema gewählt, was verstehen Sie darunter und was interessiert Sie daran?
Jonah Artmann: Mein Forschungsprojekt trägt den Titel „Zukunst – wie der Mensch die Zukunft als gestaltbar erleben kann“. Im Zentrum steht die Frage, wie Ideen zu Menschen finden und wie sie durch sie in der Welt wirksam werden. Ich führe biografisch orientierte Interviews mit Menschen, die durch ihre schöpferische Praxis Zukunft gestalten – sei es in Kunst, Gesellschaft oder Bildung. Diese Gespräche veröffentliche ich als Podcast, um das Gespräch über die Gestaltungskraft des Einzelnen zu öffnen. Mich interessiert, wie Zukunft nicht als Schicksal, sondern als schöpferischer Raum erlebt werden kann.

 

OG: In welchem Zusammenhang steht Ihr Thema mit der Anthroposophie?
JA: Im anthroposophischen Menschenbild sehe ich eine tiefe Würdigung des Menschen als freies, schöpferisches Wesen. Dieses Forschungsprojekt ist mein Versuch, dieses Potenzial sichtbar zu machen: durch Biografien, durch Kunst und durch den Dialog. Inspiriert bin ich u. a. von Joseph Beuys’ erweitertem Kunstbegriff, der „Sozialen Skulptur“. Mein Lebensweg führte mich vom Wirtschaftsleben über ein Designstudium schließlich ins Zukunftsdorf SonnErden – an einen Ort, an dem ich den Zusammenhang von sinnlich-praktischer Arbeit, sozialer Gymnastik und gesellschaftlicher Gestaltung konkret erleben darf.

 

OG: Haben Sie durch die Beschäftigung mit Ihrem Thema schon interessante Ideen oder Perspektiven gefunden? Möchten Sie eine oder mehrere mit uns teilen?
JA: Mich berührt besonders der Gedanke, dass Ideen nicht nur von uns „gemacht“ werden – sondern uns finden, wenn wir innerlich bereit sind. In mehreren Gesprächen wurde deutlich: Oft liegt die schöpferische Kraft im Zuhören, im inneren Freiraum, im Nichtwissen. Der Mensch wird dann zum Gefäß für das, was werden will. Das zu erforschen – nicht abstrakt, sondern biografisch und künstlerisch – ist für mich ein aktiver Beitrag zur Kultur der Zukunft.

 

Jonah Artmann, geb. 11.04.1998. Nach seiner Ausbildung im Einzelhandel und einer frühen Führungsposition wurde ihm klar, dass er nicht länger für Wachstum ohne Sinn arbeiten wollte. Ein Designstudium in Hamburg führte ihn ästhetisch weiter, doch blieb er hier ebenfalls in der Logik der Verwertung gefangen. Über sein Engagement bei Abstimmung21 – einem zivilgesellschaftlichen Demokratieprojekt – begegnete er dem Zukunftsdorf SonnErden, wo er heute im Vorstand des Vereins tätig ist. Hier verbindet er Bildung, Kunst und Selbstwirksamkeit zu einem ganzheitlichen Gestaltungsimpuls. Im Projekt wo-hin, einer Initiative des OMNIBUS für Direkte Demokratie, arbeitet er mit jungen Menschen in Workshops und Aktionen an der Frage, wie deren eigene Themen als Teil der Demokratie in eine Gestaltungskraft kommen können.

 

< nächster Eintrag
vorheriger Eintrag >

Aktuelle Beiträge

10.07.26 | O. Girard | J. Heisterkamp

50 Jahre info3 – Im Gespräch über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Seit 50 Jahren begleitet die Zeitschrift info3 die Entwicklung der Anthroposophie und ihrer Praxisfelder…

10.07.26 | Matthias Niedermann

Heißer Tag und Lange Nacht

Als sich am Samstagnachmittag die Tore des Campus Uhlandshöhe öffnen, zeigt das Thermometer hochsommerliche Temperaturen. Die Hitze flimmert über…

10.07.26 | T. Tritschel |G. Stocker

Rudolf Steiners „West-Ost-Aphorismen“ aus dem Jahre 1922 und ihre heutige Aktualität – ein Anliegen von Tom Tritschel und Gerhard Stocker

Die „Gegensätzlichkeiten zwischen…

10.07.26 | J. Lang | B. Werner | Ann-C. Momsen | M. Ries

PARZIVAL – Die heilsame Kraft der Beziehungen vom 23. bis 25. April 2027 in Witten *Vorschau-Save the Date*

Das Parzival-Epos von Wolfram von Eschenbach ist ein Meisterwerk…

10.07.26 | Ueli Hurter

Mit der Intelligenz des Lebens arbeiten

Jedes Mal, wenn wir online gehen, ist die künstliche Intelligenz (KI) dabei. Ob wir wollen oder nicht, KI wird gerade Teil unseres…

22.06.26 | M. Kahl | A. Schmitt

Die sechs Seelenübungen zur Erkraftung des Herzens – eine weltweite Initiative

Seit sieben Jahren entwickelt Andreas Schmitt gemeinsam mit einem wachsenden internationalen…

22.06.26 | Monika Elbert

Sommertage Anthroposophie in Bochum Für alle, die nicht dabei waren: Sie haben etwas verpasst!

Der Impuls dieser Tage an Deutschlands größter Waldorfschule war es, erlebbar zu…

22.06.26 | Redaktion

Werde Teil der Anthroposophischen Gesellschaft

Liebe Freunde der Anthroposophie, wir haben uns vonseiten des Arbeitskollegiums für dieses Jahr vorgenommen, an dem Wachstum…

Weitere News

Zur Uhlandshöhe 10  /  70188 Stuttgart
Telefon  +49 (0)711 / 164 31 -21
E-Mail  infonoSpam@agid.de

 

Newsletter
Youtube
Linked-In

Kontakt
Spenden
Mitglied werden

© ANTHROPOSOPHISCHE GESELLSCHAFT IN DEUTSCHLAND

ImpressumDatenschutz