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Gespräch, Kunst, Meditation

Blitzlichter aus sieben Treffen der „Jungen Hochschule“.

von Versch. Autor*innen | 05/18/2022
Gespräch zu den "Roten Fenstern" des 1. und 2. Goetheanums | Foto: S.Knust

Junge Hochschule – diesen Arbeitstitel haben wir uns nicht gegeben, weil wir besonders jung wären – zwischen 30 und 40 Jahre – sondern eher, weil wir versuchen, einen frischen Blick zu bewahren und einen möglichst unseren Bedürfnissen gemäßen Arbeitsansatz zu praktizieren. Rudolf Steiner hielt gegen Ende seines Lebens 19 sogenannte „Klassenstunden“, die im Wesentlichen aus meditativen Versen (Mantren) und ergänzenden Erläuterungen bestehen und die bis heute ein wichtiger Gegenstand der Auseinandersetzung und Inspiration für viele Gruppierungen in der anthroposophischen Bewegung darstellen. Neben dem gemeinsamen Lesen der Mantren ging es uns auch um ein anknüpfendes Gespräch sowie um künstlerische und meditative Vertiefung einzelner Passagen oder Worte aus den Mantren. Die Arbeit wird von der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland unterstützt. In den folgenden kurzen Beiträgen geben Mitglieder der Gruppe in kurzen „Blitzlichtern“ wesentliche Erlebnisse oder Lerneffekte wieder.

Unsere gemeinsamen Treffen finden ca. zweimal im Jahr über ein Wochenende statt. Neueinsteiger sind herzlich willkommen.


„Ich bin sehr dankbar, bei der Junge Hochschul-Runde dabei zu sein, weil ich erlebe, dass wir es jedes Mal schaffen, kleine Lichter auf den tiefen, weisheitsvollen, aber oft mysteriös erscheinenden Mantren der Michaelschule zu werfen. Diese Lichter erscheinen aus den Worten selbst, lassen sie durchlässig werden und lassen mich an ihrem Inhalt Anteil haben.

Bei den letzten Treffen habe ich mich besonders gefreut, dass wir tatsächlich auch in ein Erleben eingetaucht sind und nicht nur Schlaues über die Mantren besprochen haben, wie ich es doch so oft in anthroposophischen Kreisen erlebe. Durch das meditative-innerliche Lebendig-Machen von Begriffen wie „Seelen-Mut“ (aus der 6. Stunde) und anschließendem Erklingen lassen der individuellen Erfahrungen in einem so vertrauensvoller Raum entsteht öfters ein erstaunlich reichhaltiges und deutliches Bild des Begriffs, was sich als Tor zum ganzen Mantram erschließt. Diesen Momenten der Einsicht, wo plötzlich ein erschlossener Begriff sich öffnet, wo ein „Aha-Moment“ entsteht, erlebe ich als eine große Freude, und sie lassen mich immer mehr Verständnis gewinnen für das Mysterium des Menschseins in meinem Alltag.“

Lisa van Holstein, Stuttgart, angehende Waldorfpädagogin


„Unsere Beschäftigung mit der siebten Klassenstunde bewegte mich dahingehend, dass durch die Begegnung mit der Arbeitsgruppe und den dabei geführten Gesprächen meine innere Kraft gestärkt und fokussiert wurde. Der Austausch mit Vertrauten über den Weg von der ersten bis siebten Stunde sowie dessen meditative Bearbeitung befeuern mich.

Der Wechsel zwischen ernstem Versuchen und lockerer Heiterkeit lässt die gemeinsame Arbeit angenehm gelingen, so mein Eindruck. Daher freue ich mich außerordentlich auf die zukünftige Arbeit.“

Jens Heißler, Stuttgart, Architekt und Raumwahrnehmungsforscher


„Warum fahre ich von Bremen nach Stuttgart zur Jungen Hochschule? Um mit Freundinnen und Freunden zusammen an den Mantren zu arbeiten. Das ist etwas anderes, als irgendwo mit einer Gruppe zu arbeiten, die dadurch Gruppe ist, dass alle Hochschüler*innen sind, darüber hinaus aber wenig oder keinerlei persönliche Verbindungen haben. Auch das kann seinen besonderen Wert haben, der keineswegs herabgewürdigt werden soll. Hier aber, bei der Jungen Hochschule, liegt für mich der Wert darin, mit Freundinnen und Freunden zu arbeiten. Diese Menschen haben mir als Menschen etwas zu sagen und möglicherweise auch ich ihnen. Was sie mir zu sagen haben, geht weit über mein gewöhnliches Verständnis hinaus. Es lässt sich zwar nicht in Worten fassen, aber darin erleben, dass ich sie wiedersehen will, dass ich mit ihnen diese Arbeit fortsetzen will und mich mit Freude wieder auf die Reise nach Stuttgart begebe. Diese Menschen haben eine Bedeutung in meinem Leben bekommen. 

Nirgendwo erlebe ich Begegnung intensiver, kommt mir das Wesen des anderen mehr entgegen, als da, wo es gelingt, wirklich in ein esoterisches, meditatives Gespräch einzutreten. Genau das finde ich in der Zusammenarbeit dieses Kreises der Jungen Hochschule. Auch wenn wir uns nur zwei, drei Mal im Jahr sehen, das reicht, um die Verbundenheit aufrecht zu erhalten, wenn sie einmal empfunden wurde. Es ist ein Geschenk, dass wir hier, mit einer gewissen Kontinuität, gegenseitig an unseren Leben Anteil nehmen und uns für einen Lebensabschnitt in dieser Weise begleiten dürfen. Diese Gruppe ist nicht in sich abgeschlossenen, sondern im Gegenteil immer offen für neue Interessierte, die einsteigen wollen, in freudiger Erwartung darauf, was sie als Menschen mitbringen in diesen Kreis.“

Anke Steinmetz, Bremen, Sozialarbeiterin und Verantwortliche des Arbeitszentrums Nord


„Inwiefern erlebe ich den Ansatz in der „Jungen Hochschule“ als sehr weiterführend und wertvoll? In der zumeist gemeinsam gestalteten Arbeit werden nicht nur verschiedene Herangehensweisen, die Mantren zu einem vertieften Erleben zu bringen, ermöglicht und erprobt. Auch die Art und Weise, wie wir uns gemeinsam zuhören und jede:r sich in den eigenen Erfahrungen frei tastend in einem ernsten und respektvollen sowie zugleich geführt humorvollen Wahrnehmungsraum den anderen mitteilen kann, lässt die eigenen meditativen Erlebnisse, Gedanken und Empfindungen in einer weiteren Beleuchtung erscheinen. Das so im sozial gesättigteren Erleben bildet eine so solide wie im eigentlichen Sinn schöne Grundlage für die weitere, individuelle Betätigung. So wird geistiges Erleben und Forschen als solches in ansprechender Weise angeregt und erfahrbar.“

Philipp Fürdens, Vaihingen/Enz, Waldorfpädagoge


„Was ich an der Arbeitsgruppe besonders wertvoll finde, ist – verbunden mit der vertrauensvoll-freundschaftlichen Beziehung der Teilnehmer untereinander – die große Diversität der Beteiligten. Es kommen verschiedene Herangehensweisen, Hintergründe, Strömungen und im weiteren Sinne sogar Intentionen zusammen. Das gemeinsame Suchen und Erproben von Methoden erfordert es, tiefer ins Wesenhafte, ins Eigentliche einzudringen, um die Differenzen zu überwinden und einen Konsens zu finden. Gleichsam wird bei diesem Prozess der andere Mensch in seinem Eigenwesen sichtbar und verständlich.“

Alexander Kirchhöfer, Lörrach, Sozialberater


„Seit einigen Jahren beschäftigte ich mich nun mit der Anthroposophie. Dabei machten die Inhalte der „Klassenstunden“ und vor allem der praktizierte Umgang mit ihnen immer einen recht mysteriösen und unzugänglichen Eindruck auf mich – und ich aus diesem Grund einen Bogen um sie. Den Umgang mit tiefen und umfassenden anthroposophischen Ideen habe ich vor allem im Freien Jugendseminar Stuttgart auf eine künstlerische, teils meditative und vor allem sehr freilassende Art kennengelernt. Ich bin glücklich, dass wir bei unserer Arbeit solche Ansätze nun auch mit den Mantren der Klassenstunden erproben konnten. So haben wir beispielsweise nach einer bestimmten „Geste“ eines Begriffs gesucht – malerisch oder plastizierend oder als eurythmische Sequenz. Dies hat mich jenseits einer rein begrifflichen Auseinandersetzung nochmals zu einem tieferen und ganzheitlicheren Erlebnis geführt. Mir wurden andere Wirksamkeitsbereiche aufgeschlossen, tiefere Seins-Ebenen erlebbar. Diese vorsichtigen Schritte in ein konkretes und gleichzeitig künstlerisches „Leben mit den Mantren“ beinhalten meiner Ansicht nach viele zukünftige und kraftspendende Elemente. Ich bin der Gruppe für ihre Experimentierfreude und Reflexionsfähigkeit sehr dankbar.“

Sebastian Knust, Stuttgart, Öffentlichkeitsarbeit und Projektentwicklung bei der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland

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