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Zur spirituellen Sozialpraxis der Anthroposophie

Das Michaelfest im Werde-Prozess

von Michael Schmock | 16.09.2021

Rudolf Steiner beschreibt immer wieder, wie der Michaelgedanke zur Inspiration für das konkrete Leben der Menschen werden kann. Aus Inspiration kann Sozialpraxis werden. Für ihn war damit die Erneuerung der Kultur verbunden – auch die der Anthroposophischen Gesellschaft. Eine Gruppe von Mitgliedern gestaltet einen ersten, überregionalen Versuch, sich in dieses Thema einzuarbeiten und eine Zusammenarbeit anzubieten.

Eine erste Voraussetzung ist die eigene, spirituelle Initiative, die persönlich in jedem Menschen lebt. Es geht um das, was jedem Menschen innerlich, geistig wichtig ist, um das Vertrauen zum Geist. „Dieses sich aufschwingen dazu, dass man von den Gedanken über das Geistige so erfasst werden kann, wie durch irgendetwas Physisches in der Welt.“ (Steiner, GA 223, 29.9.1923). Dazu gehört Mut und Konsequenz. Gibt es für jeden von uns einen Gedanken, einen Satz, der für den Einzelnen stimmig und zum inneren Leitfaden geworden ist? Das ist der Ausgangspunkt in der Festzusammenkunft vom 1. bis zum 3. Oktober in München. Die weiteren Schritte sind: Einzelgespräche mit anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Festwochenendes und im nächsten Schritt das Sichtbar-Werden dieser Kernsätze im Plenum. Weiter geht es mit künstlerischen Prozessen, einem Festabend am Samstag und am Sonntag mit einem Blick in die Welt: Welche Qualitäten des Michaelischen sehe ich in der gegenwärtigen Kultur?

Die Vorbereitungsgruppe hat sich am 7. September in München getroffen, um alles vorzubereiten, (was man eben vorbereiten kann). Von vielen Künstlern wird ein gemeinsamer Üb-Prozess begleitet: Eurythmie, Gesang, Sprache, Malen, plastisches Gestalten, musikalische Improvisationen. Ein rundes Festzelt wird aufgebaut, in dem die Feier im Kreis um eine Eisen-Installation tagt, mit weißen Licht-Tüchern umgeben. Hier erklingt und tönt es. Hier kommen die Worte und Klänge zusammen, aus dem, was die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammentragen wollen. Also ein Experiment, das mit viel Engagement vorbereitet wird. Geht es doch, gerade in dieser Corona-Distanz-Zeit um eine innere Verbindung mit dem, was wirklich wesentlich ist, was uns durch Krisen tragen kann. Übrigens dazu Rudolf Steiner: „Ein erster Misserfolg kommt – macht nichts! Ein zweiter Misserfolg kommt – macht nichts! Denn kein Misserfolg ist jemals ausschlaggebend für die Wahrheit eines geistigen Impulses…“ (Quelle wie oben). Wir freuen uns, wenn Sie diesen Misserfolg oder eben das anfängliche Gelingen mit uns teilen wollen und laden Sie noch einmal herzlichst ein, nach München zu kommen. Das Team in München stellt auch günstige Feldbett-Übernachtungsmöglichkeiten im Haus zur Verfügung.

Für die Vorbereitungsgruppe, Michael Schmock (AGiD, Generalsekretär)

 

Kontakt und Anmeldung

Arbeitszentrum Stuttgart

Tel. 089 – 33 25 20

infonoSpam@anthroposophie-muenchen.de

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